2020-Oktober-d

20okt09:0016:30Herausforderungen der Gerontopsychiatrische Pflege (Modul V - Deeskalation)Aufbaukurs - Modul V – Deeskalation - Der Schwerpunkt liegt auf dem Erkennen einer angehenden Krise und deren Deeskalation und sich selbstbezogen auf das Thema reflektieren zu können. Wo liegen meine Grenzen, wie gehe ich mit Gewaltimpulsen und –fantasien um? Wie reagiere ich, wenn ich mich angegriffen und provoziert fühle? Überprüfung und Erweiterung des Verhaltens- und Handlungsrepertoires in Krisensituationen: Distanz-, Flucht-, Fürsorge-, Notrufverhalten.

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Veranstaltungsdetails

Für Begleitpersonen von gerontopsychiatrisch erkrankten Personen stellt das veränderte Verhalten eine große Herausforderung dar. Insbesondere der Umgang mit Menschen mit Demenz, Depressionen und Psychosen fällt uns schwer und lässt uns manchmal fast hilf- oder ratlos in der Situation zurück. Wenn ein Mensch kürzlich Erlebtes schnell vergisst und sich selbst bei einfachen Tätigkeiten kaum konzentrieren kann, muss nicht immer eine Demenz schuld sein. Es gibt Krankheiten, die ähnliche Symptome auslösen, aber ganz andere Ursachen haben. Dazu zählen Depression und Delir. Übrig bleiben – auf keinen Fall gewollt – nicht selten Frust oder Aggression auf beiden Seiten. Das Handeln und Verhalten von gerontopsychiatrisch erkrankten Personen ist immer auch Ausdruck seines Erlebens. Das Handeln und Verhalten von gerontopsychiatrisch erkrankten Personen kann aber verstanden werden und bietet das Potential für die beziehungsfördernde Interaktion und Kommunikation. Wird dieses Potential genutzt, verändert sich das Miteinander und führt sowohl bei der betroffenen Person, als auch beim Begleitenden zu einem erlebbaren Mehr an Selbstwirksamkeit und Wohlbefinden. Begeben Sie sich auf die Suche nach der subjektiven Bedeutung von Verhaltensweisen, damit individuell angemessene Antworten für den Umgang im Alltag gefunden werden können.

Inhalt
Validationsmethoden und die Deeskalation als Haltung aus einem tiefen Verständnis heraus verinnerlicht, soll allgegenwärtig gemeinsam gelebt werden können und nicht regelhaft angewandt in der konkreten Situation. Unser intuitives Handeln baut auf zumeist verborgene Kompetenzen und Erfahrungen auf. Das heißt, dass unsere gegenwärtige Interaktion, Kommunikation und unser Verhalten überwiegend unbewusst abläuft und nur mit einem sehr geringen Anteil z. B. auf spezielle im Ablauf festgelegte Kommunikationsmethoden oder anderen Umgangsformen wie Regeln zurückgreift. Einfühlungsvermögen oder Empathie besteht aus dem Prozess: Wahrnehmen, Erkennen, Mitfühlend und helfend eingreifen, was schnell und unbewusst abläuft. In diesen Modulen werden Pflegekompetenzen permanent durch neues Lernen an eigenen Erfahrungen, aber auch an den fremden Erfahrungen, an Fällen – auch an Zwischenfällen, an Wahrnehmungen und Reflexionen ausgebaut und vervollständigt. Das „Wie“ entscheidet ob man als jemand wahrgenommen wird, der einem Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Hierbei spielt die eigene Authentizität eine große Rolle. Der Glaube, dass hier z. B. Kommunikationsmodelle hilfreich sein können, verliert sich in der Praxis immer dann, wenn diese nach der bewussten Klassifizierung und Stigmatisierung dem Krankheitsbild „Demenz“ eingesetzt werden.

Module können auch Einzeln gebucht werden!

Modul IV – Gewaltspirale in Pflegebeziehungen (8 Stunden) am 19.10.2020

Gewalterfahrungen werden sich im Pflegealltag nie völlig ausschließen lassen. Vernachlässigung ist immer auch Gewalt, wenn die Person sich Vernachlässigt fühlt. Aber mit passenden und ineinandergreifenden Deeskalations- und Schutzmaßnahmen kann man Gefährdungen und die damit verbundenen psychischen Belastungen deutlich reduzieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Gewaltprävention und sich selbst-bezogen auf das Thema zu reflektieren, was Gewalt auslösen kann und wo diese beginnt.

Modul V – Deeskalation in der Gerontopsychiatrischen Pflege (8 Stunden) am 20.10.2020

Der Schwerpunkt liegt auf das Erkennen einer angehenden Krise und deren Deeskalation und sich selbst-bezogen auf das Thema reflektieren zu können. Wo liegen meine Grenzen, wie gehe ich mit Gewaltimpulsen und –fantasien um? Wie reagiere ich, wenn ich mich angegriffen und provoziert fühle?
Überprüfung und Erweiterung des Verhaltens- und Handlungsrepertoires in Krisensituationen: Distanz-, Flucht-, Fürsorge-, Notrufverhaltens.

Modul VI – Fallbesprechungen und die Verstehenshypothese (8 Stunden) am 21.10.2020

Da die Erklärungssuche für das Verhalten nicht einfach ist und je nach Informationsstand und Perspektive unterschiedlich ausfallen kann, werden Fallbesprechungen als eine vielversprechende Methode für die Durchführung der Verstehenden Diagnostik empfohlen. Ein „reflektierender Praktiker“ im Feld der Demenz zu sein hält Tom Kitwood für eine der schwierigsten und anspruchsvollsten Aufgaben, die diese Gesellschaft zu vergeben hat. „Verstehenshypothese im Team, als Chance für Haltung und Entwicklung.“

Referent: Tobias Münzenhofer

Zeit

(Dienstag) 09:00 - 16:30 GMT+2

Ort

P.E.G. - DIE AKADEMIE München

81673 München, Kreillerstr. 24

Veranstalter

P.E.G. - DIE AKADEMIE MünchenP.E.G. DIE AKADEMIE in München unterstützt Sie mit einem maßgeschneiderten Konzept an Seminaren, Workshops und Trainings. Unsere Referenten sind Spezialisten und erfahrene Praktiker mit langjähriger Berufserfahrung. Wir übernehmen die Vorreiterrolle, wenn es um die Entwicklung aktueller Fachthemen und neuer Qualifikationen geht. Die P.E.G. kooperiert mit renommierten Bildungsinstituten und Meinungsbildnern in der Gesundheitswirtschaft.https://www.peg-einfachbesser.de/kontakt/ Kreillerstr. 24, 81673 München

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