Zusatz-Modul_Expertenstandard_Beziehungsgestaltung-in-der-Pflege-von-Menschen-mit-Demenz-Seminar

Fortbildung, Seminar

Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von MENSCHEN mit demenz

es geht nicht um das „Was“ sondern eher um das „Wie“

„Das Gefühl, gehört, verstanden und angenommen zu werden sowie mit anderen Personen verbunden sein“

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) der Hochschule Osnabrück stellte 2017 den Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von ´MENSCHEN mit demenz´“ erstmals vor.
Die Ergebnisse der modellhaften Implementierung wurden im Rahmen des 21. Netzwerk-Workshops am 22. März 2019 in Osnabrück vorgestellt.
beziehungspflege-demenz-fortbildung-seminar-münchen
EXPERTENSTANDARD BEZIEHUNGSGESTALTUNG IN DER PFLEGE VON ´MENSCHEN MIT DEMENZ´

(c) DNQP

1-5_kompetenzentwicklung-pflegeexperte

Zielsetzung:

„Jeder pflegebedürftige ´MENSCH mit demenz´ erhält Angebote zur Beziehungsgestaltung, die das Gefühl, gehört, verstanden und angenommen zu werden sowie mit anderen Personen verbunden zu sein, erhalten oder fördern.“
 

Begründung:

„Beziehungen zählen zu den wesentlichen Faktoren, die aus Sicht von ´MENSCHEN mit demenz´ Lebensqualität konstituieren und beeinflussen. Durch person-zentrierte Interaktions- und Kommunikationsangebote kann die Beziehung zwischen ´MENSCHEN mit demenz´ und Pflegende sowie anderen Menschen in ihrem sozialen Umfeld erhalten und gefördert werden.“
 
Der Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von ´MENSCHEN mit demenz´“ geht zunächst nicht von den Herausforderungen der Folgen von Demenz für die Pflege aus, sondern stellt das Bedürfnis und den Bedarf von Menschen mit Demenz nach dem Erhalt und der Förderung ihrer sozialen und personalen Identität und die Stärkung ihres Person-Seins in den Mittelpunkt, indem durch individuelle Interaktions- und Kommunikationsangebote ein Beitrag zur Beziehungsgestaltung und damit der Lebensqualität von Menschen mit Demenz geleistet wird.
 
Dieser Expertenstandard unterscheidet sich in der Umsetzung zu allen bisher dagewesenen Standards, da in dieser die Rahmenbedingungen beschreibt, die für ein person-zentriertes Arbeitsfeld notwendig sind.
Diesen Standard als Ansatz für einen Neuanfang und evidenzbasiertes Instrument der Organisations- und Teamentwicklung zu sehen, kann nicht nur die Beziehungsqualität bei MmD steigern, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit.

Schwerpunkte

– Präambel
  • Rolle, Nutzen, Bedeutung, Erklärung, Grundlage und   Spezifizierung des Themas
  • Begründung
  • Definition und Bestimmung der Zielgruppe
  • Zielsetzung
  • Anwender
  • Voraussetzungen für die Anwendung
  • Erläuterung zur Literaturgrundlage
 
– Moderierter Diskurs zu den Anforderungen und Implementierungsmöglichkeiten der  5  Handlungsebenen
  1. Haltung und Kompetenz
  2. Planung von beziehungsfördernde Maßnahmen
  3. Anleitung, Beratung, Information und Schulung
  4. Durchführung beziehungsfördernder Maßnahmen
  5. Evaluation durch Beobachtung

Mögliche Methoden

Vermittlung von Informationen, Diskussion, Moderation, Erfahrungsaustausch, Gruppen- und Paararbeiten, Praxisfallarbeit

Fachartikel-Gerontopsychiatrie-Demenz

zu diesem Seminarthema gibt es hier Fachartikel

 

Gerontopsychiatrischer Pflegefachdozent / Trainer / Coach:

Tobias Münzenhofer

 

Eine genaue Bedarfserhebung zu dieser Personalentwicklungsmaßnahme gelingt am besten bei einer Auftragsklärung.

Wir lernen uns kennen und klären, was Sie bewegt und was Ihr Anliegen ist. Schulungsinhalte können gemeinsam angepasst werden. Dies reduziert Frustration und erhöht die Motivation bei den Teilnehmern neues Wissen und Handfertigkeiten auch organisationsbedingt und gezielt anwenden zu können.