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demenzpflege-dozent-muenchen.de – BLOG

In diesem Blog geht es um Wissen, Diskussionen und Austausch rund um das Thema der Gerontopsychiatrischen Versorgung im speziellen zur Pflege bei Demenz.

Sie haben auch ein Thema und möchten es hier publizieren – Diskutieren Sie doch mit.

Herausforderung in der gerontopsychiatrischen Pflege

HERAUSFORDERUNGEN DER GERONTOPSYCHIATRISCHEN PFLEGE „Systemsprenger“ oder eher gerontopsychiatrischer Klient mit individuellen und komplexen Hilfebedarf? Demografischer Wandel, Zunahme der Zahl von Menschen mit Demenz; der alte Mensch im Krankenhaus als „Störfall“, Pflegeheim als Schattenpsychiatrie! – diese Schlagworte begegnen uns im öffentlichen und beruflichen Kontext. Pflegeorganisationen müssen in Zukunft mehr als bisher für die Schaffung gesundheitsförderlicher Bedingungen von immer älteren und gerontopsychiatrisch auffälligeren Klientel Sorge tragen. Parallel zum Anstieg dieser Komplexität nimmt die Anzahl psychischer Belastungsstörungen von Pflegefachkräften zu. Für Begleitpersonen von gerontopsychiatrischen Klientel stellt das veränderte Verhalten eine große Herausforderung wie auch psychische Belastung dar. Der Umgang damit fällt uns schwer und lässt uns manchmal fast hilf- oder ratlos in der Situation zurück. Übrig bleiben – auf keinen Fall gewollt – nicht selten Frust oder Aggression auf beiden Seiten. Da das Gesundheitssystem Defizite hat, braucht es neben einer beziehungsgestaltenden gerontopsychiatrischen Versorgung auch eine angemessene pädagogische Führungsmentalität, um Pflegende zu befähigen, sich ihrer eigenen Fachlichkeit anzunehmen.

SPIRALE DER GEWALT IN PFLEGEBEZIEHUNGEN

SPIRALE DER GEWALT IN PFLEGEBEZIEHUNGEN Wie entsteht Gewalt? Was sind Auslöser von Gewalt? Welche Gewaltpräventionen gibt es? Welche Aufgaben haben Führungskräfte? Ist eine gewaltfreie Pflege überhaupt möglich? Gewalt in der Pflege, eines der letzten Tabus in unserem professionellen Tun? Dabei reden wir so viel darüber… und das Tabu ist dabei nicht das Thema an sich, sondern wie wir darüber reden. In der Regel so, als ob es die anderen betrifft, nicht aber mich selbst.

Personalentwicklung in der Gerontopsychiatrischen Versorgung – Pädagogische Führungsmentalität = wollen × können × dürfen

29.11.2019 – Personalentwicklung in der Gerontopsychiatrischen Versorgung – Grundsätzlich sind Mitarbeiter fast immer leistungsbereit. Pflegende wollen ihre Aufgaben gut erledigen, um sich selbst individuell emotional zu belohnen. Wer kann, aber nie darf, will irgendwann auch nicht mehr. Wer wirklich will, wird sich das Können gerne aneignen. Wer etwas gut kann, wird es auch wollen. Die drei Komponenten Wollen, Können und Dürfen beeinflussen sich also gegenseitig und können einander verstärken oder abschwächen.

Zielgruppenspezifische Schmerzeinschätzung bei älteren Menschen mit starken kognitiven Einschränkungen und Demenz

26.5.2019 – Der Verlust der Fähigkeit, sich verbal zu Schmerzen verständlich zu machen, bedarf im Alter und bei Demenz häufig eines anderen Zugangs zur Schmerzbeurteilung.

Verstehenshypothese Fallbesprechung bei Demenz

15.4.2019 – Den persönlichen Ausgangspunkt (→ Annahmen über Menschen mit Demenz) reflektieren, die Selbstwirksamkeit der Pflegebedürftigen wahrnehmen und ihnen diese erfahrbar machen. – Die Verstehende Diagnostik → Verstehenshypothese geht viel tiefer und wirkt nachhaltiger als gutgemeinte theoretische Modelle, Methoden und pauschale Kommunikationsregeln.

Aufgaben der Pflegedienstleitung zum DNQP Expertenstandard zur Beziehungsgestaltung der Pflege von Menschen mit Demenz

22.3.2019 – Dieser Expertenstandard unterscheidet sich in der Umsetzung zu allen bisher dagewesenen Standards, da dieser, Rahmenbedingungen beschreibt die für ein person-zentriertes Arbeitsfeld notwendig sind. Durchaus kann dieser Standard als NEUANFANG und evidenzbasiertes Instrument der Organisations- und Teamentwicklung angesehen werden. Dieser Ansatz steigert nicht nur die Beziehungsqualität bei Menschen mit Demenz sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit.

Bewusster Umgang mit Psychopharmaka in der Altersmedizin

15-06-2020 Der bewusste und kritisch hinterfragte Umgang mit Psychopharmaka in der Altersmedizin liegt neben den Fachärzten auch bei den Pflegefachkräften. Pflegefachkräfte sollten, um sich nicht selbst in ihrer Fachlichkeit zu degradieren, diese Fachkompetenz nicht alleine den Ärzten überlassen. Obwohl antipsychotische Medikamente im Einsatz gegen herausforderndes Verhalten wenig Wirkung zeigen und alle Leitlinien angesichts riskanter Nebenwirkungen nicht-pharmakologische Möglichkeiten empfehlen, erhalten etwa 50% aller Heimbewohner mit Demenz weiterhin eben diese Medikamente. Bekannt ist, dass diese Medikamente in über 80% der Fälle abgesetzt werden können, ohne dass das herausfordernde Verhalten wiederkommt. Autor: Tobias Münzenhofer

Führungskräfte vs. Rollenverständnis Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege bei Menschen mit Demenz“

27.10.2018 Diese und ähnliche Eindrücke machen deutlich, dass neben dem Pflege- und Therapeuten-Team, insbesondere sich auch Führungskräfte in einem „Ohnmachtsgefühl“ befinden. Dieses Gefühl von Hilflosigkeit und subjektiv empfundene mangelnde Einflussmöglichkeiten zur Umsetzung dieses Standards geht oft mit Angst, Wut und Frustration einher. Für die Umsetzung dieses Standards kann es daher sinnvoll sein, in interdisziplinärer Zusammenarbeit Entlastungsmöglichkeiten zu erarbeiten und erst dann für jede Profession Arbeitspakete zu entwickeln. Ja, und es stimmt – keine Institution fängt bei dem Thema „Demenz“ bei Null an. Autor: Tobias Münzenhofer

Reflektion zur 5. Fachtagung Werdenfelser Weg

30.7.2017 Durchaus könnte man die von mir aufgeführten Punkte auch im Kontext verstehen und Abhängigkeiten daraus ziehen wie „herausforderndes Verhalten“ reduziert werden kann. Diese kreative Arbeit überlasse ich dennoch jeden Einzelnen. Wie bereits Anfangs erwähnt braucht es nach dieser jetzt erreichten Ausgangslage, auch weiterhin eine gemeinsame Blickrichtung nach vorne und ein ressourcenorientiertes ausloten tragfähiger Lösungen für die Pflegeeinrichtungen. Autor: Tobias Münzenhofer