Freiheitseinschränkende Maßnahmen in Pflegeeinrichtungen – Seminar

Modul-VI_Freiheitseinschränkende-Maßnahmen-Seminar
Freiheitseinschränkende Maßnahmen
in Pflegeeinrichtungen reduzieren
´Spannungsfelder zwischen Schutz und Freiheit´
Freiheitseinschränkende_Maßnahmen_in_Pflegeeinrichtungen
Fixierungen und andere freiheitseinschränkende Maßnahmen wie Bettgitter, Stecktische, Trickschlösser und Psychopharmaka gehören nach wie vor zum Arbeitsalltag in Pflegeheimen und Krankenhäusern.
Sie werden meist damit begründet, Schutz und Unversehrtheit der Betroffenen nicht anders gewährleisten zu können.
Freiheitsentziehende Maßnahmen können einen erheblichen Eingriff in die Freiheitsrechte, der Würde und der Lebensqualität von hilfsbedürftigen Menschen darstellen und werden zumeist von allen Beteiligten als sehr belastend erlebt.
Immer mehr Verfahrenspfleger und Gerichte arbeiten nach dem Werdenfelser Weg. Von den Pflegeeinrichtungen wird erwartet, dass sie gemäß diesem Verfahren mitwirken. Mindestens ein Mitarbeiter von stationären Einrichtungen, in denen freiheitsentziehende Maßnahmen vorgenommen werden, sollte sich gründlich mit diesem Verfahren vertraut machen, um als Multiplikator in seiner Einrichtung wirken zu können.
 „Können wir uns selbst und der Betroffene sich wirklich sicher fühlen?“
Das Seminar gibt Einblicke in den aktuellen Stand der Rechtslage und vermittelt den Teilnehmern Klarheit darüber, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen eine Fixierung zulässig und/oder geboten ist. Alternativen zur Freiheitsentziehung werden diskutiert und die Rechtsfolgen ungerechtfertigter Freiheitsentziehungen dargestellt.
Schwerpunkte
  • Schnittstellenmanagement & Kollegiale Beratung als Grundvoraussetzung
  • Sturz- und Verhaltensursachen eruieren und beheben
  • Sturzrisikofaktoren reduzieren / Anwenden von FeM Alternativen
  • Fach- und Sachgerechte Anwendung und Dokumentation von FeM und derer Alternativen
  • Abwägung von Risiko / Nutzen einer FeM
  • Definition von genehmigungsfreie und genehmigungspflichtige FeM
  • Unterbringung und Unterbringungsähnliche Maßnahmen
  • Psychopharmaka in seiner Heilbehandlung und § 1906 BGB
  • Rechtfertigungsgründe (Einwilligungsfähigkeit, Mutmaßlicher Wille, Notwehr Nothilfe, Notstand)
Ziel
Anhand von Praxisbeispielen und dem Teilnehmeraustausch sollen Verstehens- und Handlungshilfen bearbeitet werden. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auszutauschen und anhand fachlicher wie praktischer Impulse zu reflektieren.
Sie lernen in diesem Seminar sowohl die pflegerischen als auch die rechtlichen Aspekte kennen, werden mit dem gerichtlichen Genehmigungsverfahren vertraut gemacht.
Das in diesem Seminar erlernte Know-how hilft Ihnen eigene Anwenderentscheidung im Bereich von Schutz und Freiheit selbstsicher zu treffen.
Nutzen Sie das in diesem Seminar erlernte Wissen auch für Ihre Beraterkompetenz im interdisziplinären Austausch.
Empfohlene Zielgruppe
1-4_kompetenzentwicklung
Empfohlene Dauer: 8 UE
Gerontopsychiatrischer Fachdozent / Verfahrenspfleger / Trainer: Tobias Münzenhofer
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